Tagesausflug nach Praslin - alle Sehenswürdigkeiten, Highlights & Tipps

Bei meiner ersten Seychellenreise 2017 habe ich mich dazu entschieden den gesamten Aufenthalt auf Mahé zu verbringen. Da ich aber gerne noch mindestens eine weitere Insel entdecken wollte, habe ich mich für einen Tagesausflug nach Praslin entschieden. Ich haben den Ausflug privat organisiert und nicht über einen der Reiseveranstalter gebucht.

 

Morgens um 7.15 ging es vom Flughafen Mahé innerhalb von 15 Minuten mit der kleinen Twin-Otter nach Praslin, wo mich Mario von Edelweiss Tours bereits erwartete. Auch wenn ich sonst lieber alles auf eigene Faust erkunde, habe ich mich in diesem Fall für einen privaten Tourguide entschieden, denn ich wollte so viel wie möglich an einem Tag sehen und so einen Eindruck von der zweitgrößten Seychellen Insel bekommen. Leider wäre ich mit den öffentlichen Bussen nicht so flexibel gewesen und ein Auto hätte ich zu dieser Zeit für mindestens zwei Tage mieten müssen.

 

Unser Flugzeug von Air Seychelles für den Flug nach Praslin
Unser Flugzeug von Air Seychelles für den Flug nach Praslin

Die Anse Georgette - Der vielleicht schönste Strand der Welt?

Den ersten Halt machten wir an der Anse Georgette, der einfachste Weg dorthin führt über das Hotelgelände des Constance Lemuria. Dafür solltest du dich spätestens ein paar Tage vorher, besser aber ein paar Wochen vorher, per Mail oder Telefon dort anmelden und erhältst dann Zutritt zum Hotelgelände.

 

Info Mailadresse für die Anmeldung ots@lemuriaresort.com

 

Alternativ kannst du auch von der Anse Lazio zur Anse Georgette wandern. Wenn du dich für die 1-2 stündige, schweißtreibende Wanderung entscheidest, wirst du danach jedoch mit einem tollen Ausblick und einem der schönsten Strände belohnt.

 

Wir kamen bereits vor 8 Uhr an der Anse Georgette an und hatten den ganzen Strand für uns. Weißer Puderzucker Sand, große Granitfelsen, eingerahmt von riesigen Palmen… die Anse Georgette ist wirklich einer der schönsten Strände der Seychellen. Immer wieder fliegen Feenseeschwalben über den Strand und das türkise Meer… WOW! Noch nie habe ich einen so traumhaften Strand gesehen.

Nachdem ich am Strand ein bisschen Zeit für mich hatte, machte Mario noch ein paar schöne Bilder. Er hat ein Händchen für schöne Fotos und macht auf der gesamten Tour sehr viele schöne Bilder von seinen Gästen.

 

Die traumhafte Anse Georgette auf Praslin
Die traumhafte Anse Georgette auf Praslin

Wenn du an der Anse Georgette bist hast du übrigens die Möglichkeit die umliegenden Berge zu erkunden und gelangst so zu wunderschönen Aussichtspunkten. Auch wenn der Aufstieg in der prallen Sonne schon recht anstrengend ist lohnt es sich, denn der Blick von dort oben ist einfach atemberaubend. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Anse Georgette und kleine umliegende Inseln. Auf dem Berg steht übrigens auch eine Schaukel, auf welcher man mit Blick auf das Meer schaukeln kann. Den Aufstiegspunkt findest du rechts hinter dem Strand und er ist auch mit einem Hinweisschild markiert.

 

Wegweiser zu Schaukel und Aussichtspunkt
Wegweiser zu Schaukel und Aussichtspunkt. Du musst den hier gezeigten Trampelpfad zwischen den beiden Schildern nehmen.
Schaukel mit Blick aufs Meer
Schaukel mit Blick aufs Meer

Traumhafter Ausblick auf die Anse Georgette
Traumhafter Ausblick auf die Anse Georgette

Fond Ferdinand Nature Reserve

Unsere Tour führte uns weiter in den Fond Ferdinand Naturpark. Neben 5 endemischen Palmenarten und vielen anderen endemischen Pflanzen, kann man hier den größten Samen der Welt bestaunen – die Coco de Mer. Hierzu erzähle ich später noch mehr. An den verschiedenen Wanderwegen im Fond Ferdinand lassen sich viele verschiedene Pflanzen, Früchte, Palmen und Tiere entdecken. Wer sich dazu entscheidet den Trail zum Aussichtspunkt zu laufen, wird nach dem schweißtreibenden Aufstieg von 600 Stufen mit einem traumhaften Ausblick auf Baie St. Anne und viele umliegende Inseln belohnt.

 

Der Fond Ferdinand bietet übrigens weitaus mehr Artenvielfalt als das UNESCO Weltkulturerbe Vallée de Mai, welches mit 20€ Eintritt ganz schön im Reisebudget zu Buche schlägt. Der Fond Ferdinand ist mit ca. 7€ Eintritt also ein echter Geheimtipp für Sparfüchse ;-) Außerdem ist im Preis sogar ein Guide enthalten, der dir gerne sein Wissen über die Pflanzen- und Tierwelt der Seychellen vermittelt.

 

Ein weiteres Highlight im Fond Ferdinand ist übrigens Karl der Aal - dieser lässt sich gerne streicheln und füttern.

 

Info

Leider ist es nicht möglich den Fond Ferdinand ohne Tourguide zu besichtigen. Geführte Touren durch den Park finden immer zu folgenden Zeiten statt:

Montag - Freitag

9.30, 11.00, 12.30 und 13.30 Uhr

Samstag und Sonntag

9.30 und 11.30 Uhr

An Feiertagen finden keine Touren statt.

Eintrittspreis 125SCR (ca. 7€)

(Stand Oktober 2018)

 

 

Fond Ferdinand, Praslin
Die letzten der 600 Stufen bis zur Spitze...
Fond Ferdinand, Praslin
... um diesen Ausblick zu genießen

Wie die Coco de Mer zu ihrem Namen kam

Die Coco de Mer ist der größte Samen der Welt und wird bis zu 18kg schwer. Sie wächst nur auf den Seychellen und hauptsächlich auf den Inseln Praslin und Curieuse. Die größte Population der Palme findest du im Fond Ferdinand auf Praslin. Doch wie kam die Coco de Mer eigentlich zu ihrem Namen? Die Menschen beobachteten früher wie die Kokosnüsse am Strand angeschwemmt wurden und nahmen an, dass diese von einem Baum stammen der weit draußen im Meer unter Wasser wächst. So bekam die Kokosnuss ihren Namen der übersetzt so viel wie „Kokosnuss aus dem Meer“ bedeutet.

 

Es gibt viele Geschichten darüber wie sich die Coco de Mer wohl fortpflanzt. Am meisten amüsiert hat mich diese hier:

Man sagt, dass die Coco de Mer Palme sich nur in stürmischen Nächten fortpflanzt, weshalb dies auch noch kein Mensch je gesehen hat. Wenn ein richtig heftiger Sturm aufzieht und die Palmen sich durch den Wind biegen, dann vereinen sich die Geschlechtsteile der männlichen und weiblichen Pflanze um sich fortzupflanzen. Die Geschlechtsteile ähneln denen der Menschen tatsächlich, aber dies ist vermutlich auch das einzig Wahre an der Geschichte der Fortpflanzung der Coco de Mer :-D

Links und rechts die Coco de Mer und in der Mitte das "Geschlechtsteil" der männlichen Pflanze
Links und rechts die Coco de Mer und in der Mitte das "Geschlechtsteil" der männlichen Pflanze
Coco de Mer im Fond Ferdinand
Coco de Mer Palme im Fond Ferdinand

Die Coco de Mer als Souvenir

Viele Touristen nehmen gerne eine Coco de Mer als Souvenir mit nach Hause. Bitte kauf die Kokosnuss nur an offiziellen Stellen wie im Fond Ferdinand oder einigen anderen Geschäften und achte darauf, dass die Kokosnuss registriert ist, denn sonst kann es große Probleme bei der Ausreise geben. Eine registrierte Coco de Mer hat einen silbernen Aufkleber mit einer Nummer welche sich auch auf dem Zertifikat befindet, das du beim Kauf dazu bekommst. Bei der Ausreise am Flughafen zeigst du ohne Aufforderung die Coco de Mer, sowie das Zertifikat vor und du kannst die Nuss dann problemlos mit nach Deutschland nehmen. Die Preise für eine Coco de Mer liegen im Fond Ferdinand bei 3000SR (ca. 190€) für die kleineren, meist weniger schönen Exemplare und 4000SR (ca. 250€) für die größeren und schöneren Nüsse.

Die Anse Lazio und weitere schöne Strände auf Praslin

Auf dem Weg zur Anse Lazio machten wir Halt an einigen anderen tollen Stränden, sowie dem höchsten Berg von Praslin (Zimbabwe, 284m). Wir legten unter anderem zwei Fotostops an der Anse Takamaka und der Anse Grosse Roche ein. Zwei tolle Fotomotive im Süden von Praslin.

Anse Takamaka auf Praslin
Anse Takamaka...
Anse Grosse Roche auf Praslin
und Anse Grosse Roche auf Praslin

Im Südosten von Praslin, an der Anse la Blague, gab Mario mir ebenfalls genügend Zeit um die Aussicht auf Grande und Petite Soeur, sowie das ruhige Wasser zu genießen. Die Gegend um die Anse la Blague ist noch sehr ursprünglich und unberührt, weshalb es nicht selten ist, dass man diesen tollen Strand ganz für sich alleine hat.

 

Anse la Blague auf Praslin
Kristallklares Wasser an der Anse la Blague im Südosten von Praslin

Anse Lazio

Unsere letzte Station an diesem Tag war die beliebte Anse Lazio im Nordwesten von Praslin. Die Mischung aus türkisblauem Wasser, super weichem Sand und den einzigartigen Granitsteinen macht die Anse Lazio zu einem der beliebtesten Strände der Seychellen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb die Bucht für Seychellen Verhältnisse meist ziemlich voll ist. Wer etwas mehr Ruhe sucht sollte links über die Felsen gehen, denn dort verbirgt sich noch ein kleinerer Strandabschnitt an dem man meist ein bisschen mehr Ruhe hat. Auch von den Granitfelsen kann man die Anse Lazio schön überblicken und das Rauschen des Meeres oder den Sonnenuntergang genießen.

Anse Lazio auf Praslin
Die Anse Lazio mit Blick von den Granitfliesen

Mein Tag auf Praslin ging leider viel zu schnell vorbei und ich wäre gerne noch länger auf dieser schönen Insel geblieben. Es ist durchaus möglich die meisten Highlights von Praslin an einem Tag zu erleben. Ob mit einer geführten Tour oder auf eigene Faust ist dabei ganz dir überlassen.

 

 

Hat dir mein Artikel auch Lust auf die Inseltour mit Mario gemacht? Dann besuche hier doch mal seine Website. Mario ist als Tourguide sehr gefragt und immer weit im Voraus ausgebucht, melde dich deshalb früh genug bei ihm um einen Termin zu vereinbaren. Er geht auch gerne auf die Wünsche seiner Gäste ein, sodass du die Tour nach deinen Wünschen ändern kannst.

 

 

Dieser Artikel ist nicht gesponsert und nicht in Kooperation mit Edelweiss Tours entstanden. Ich habe die Tour selbst bezahlt und der Beitrag spiegelt wie immer zu 100% meine eigene Meinung wieder. Du möchtest mehr zum Thema Transparenz wissen? Dann schau doch mal hier.

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Elisa (Donnerstag, 08 November 2018 19:39)

    Oh man! Da bekommt man direkt soo Lust zu verreisen wenn man die Bilder sieht... Toller Post! :)

  • #2

    Bettina Halbach (Dienstag, 20 November 2018 07:35)

    schöner Bericht, den Fond Ferdinand würde ich auch gerne mal besuchen, die Tier - und Pflanzenwelt erleben, die Natur erleben...

  • #3

    Martina (Donnerstag, 22 November 2018 13:17)

    Traumhafte Bilder - wundervoller Bericht.
    Sag, kann man diese "riesen" Kokosnüsse auch essen. Also schmecken die wir die klassischen, die man auch bei uns bekommt?
    Die Optik sowie die Geschichte darüber hat mich sehr amüsiert. ;-)
    Lieben Gruß, Martina von www.stielreich.at & www.stielreich.at/blog

  • #4

    Lisa (Samstag, 24 November 2018 21:26)

    Hallo,
    das sieht ja wirklich traumhaft aus! Wie im Paradies. Ein super schöner Beitrag - und die Anse Georgette hat es mir jetzt wirklich angetan :)
    Liebe Grüße, Lisa

  • #5

    Eileen (Montag, 26 November 2018 06:32)

    Wow erstmal sind das wunderschöne Bilder, da möchte man sofort in den Urlaub fliegen! Vor allem jetzt wo es draußen kalt und grau ist. Ich bin eher der Strand-Meer-Mensch finde es aber interessant, was für Erkundungen man machen kann. Evtl. überlege ich mir so etwas vielleicht doch bei meinem nächsten Urlaub.

    Viele Grüße Eileen von www.eileens-good-vibes.de

  • #6

    Birgit (Dienstag, 27 November 2018 09:11)

    Sychellen, schon seit Jaaaahren klingt das für mich nach dem Urlaubsparadies, welches ich gerne mal bereisen möchte. Leider reichte die Urlaubskasse bislang noch nicht dafür. Aber man soll nie nie sagen...Viele Grüße Birgit